Eine litauische Erfolgsgeschichte – von einer Garage zu einer modernen Fabrik

paper bags for retail

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Die Erfolgsgeschichte des in Litauen ansässigen Unternehmens „Bagfactory“ mag an den Weg so berühmter Unternehmen wie „Apple“, „Amazon“ oder „Google“ erinnern. Zu Beginn investierten die Gründer all dieser Unternehmen ihre gesamten Ersparnisse in die Umsetzung der Idee und starteten das Unternehmen in einer kleinen Garage.

Das Unternehmen, das in Litauen wiederverwendbare, umweltfreundliche und maschinell hergestellte Papierbeutel mit gedrehten und flachen Papiergriffen herstellt und 2016 seinen Betrieb aufnahm, begann auf genau dieselbe Weise. Jetzt stellt „Bagfactory“ Beutel in einer modernen Fabrik her und erhält Millionen von Bestellungen.

Wir produzieren Beutel für Kunden wie „Lidl“, „Aldi“, „Euronics“, „Coop“ und „Netto“. Außerdem beliefern wir die größten Einzelhandelsketten in Deutschland, Island, Malta und Skandinavien, und wir planen, dieses Jahr in die USA zu expandieren“, sagt Gvidas Krolis, Mitbegründer und Direktor von „Bagfactory“.

Wie alles begann

Nach Angaben der Unternehmensgründer kam ihnen die Idee, wiederverwendbare, umweltfreundliche Beutel zu produzieren, nach und nach. Im Jahr 2007 trafen sie die Entscheidung, als erste im Baltikum mit der Herstellung und dem Import von Verpackungsmaterial aus Asien zu beginnen. Ihrer Meinung nach ist dies im letzten Jahrzehnt zwar nicht bahnbrechend, aber damals war es ungewöhnlich, und dieses Geschäftsmodell war ziemlich komplex.

Wir wurden zu einer Art Wiederverkäufer, denn wir kauften Waren in China, Taiwan und Vietnam und lieferten sie an Einzelhandelsketten in Osteuropa. Wir waren die ersten, die wiederverwendbare Beutel auf unserem Markt anboten, denn vor uns gab es nur Einzelverpackungen. Als das Geschäft wuchs, sahen wir, dass dieser spezielle Sektor Potenzial hatte, und wir sprachen immer wieder über die Zukunft und darüber, wie wir unsere eigene Fabrik haben sollten, die umweltfreundliche wiederverwendbare Beutel herstellt“, sagt Marius Rumbinas, Mitbegründer von Bagfactory“.

Nach Angaben der Gründer von „Bagfactory“ hatte das Unternehmen eine Garage in der Nähe von Lentvaris, einer kleinen Stadt in Litauen. Sie entschieden sich sofort für die umweltfreundliche Richtung, weil sie wussten, dass solchen Produkten die Zukunft gehörte. Der einzige Nachteil der „Bagfactory“-Produktion war der Preis, denn er war höher als der vieler Wettbewerber. Die Gründer versuchten alles, um die Produktionskosten zu senken, aber nichts funktionierte. Zu diesem Zeitpunkt wurde den Managern klar, dass sie, wenn sie ernsthaft arbeiten wollten, eine Fabrik und keine Garage brauchten.

Die Suche nach Investoren begann. Erschwerend kam hinzu, dass es sich bei „Bagfactory“ um ein Industrieunternehmen und nicht um ein High-Tech-Unternehmen handelte. Aber dieses litauische Unternehmen hatte einen großen Vorteil – seine Produktion war und ist immer noch biologisch. Es war klar, dass die ganze Welt ihre Augen dafür öffnete, und es war auch klar, dass die Nachfrage nur wachsen würde. Schließlich gelang es dem Unternehmen, Investoren zu finden – die „Bipa Group“ interessierte sich für die Idee der Fabrik.

Ohne unsere Investoren wären wir das kleine Unternehmen geblieben, das wir waren. Heute beschäftigt das Unternehmen 34 Mitarbeiter. Wir stellen sowohl Papier- als auch Mehrwegbeutel her, was selten ist, da Unternehmen normalerweise entweder das eine oder das andere produzieren. Unser Vorteil ist, dass wir den Kunden eine größere Vielfalt aus einer Hand anbieten können. Wir betonen gegenüber unseren Kunden immer, dass es sich nicht nur um eine Beutel handelt, sondern um das Gesicht des Unternehmens; deshalb helfen wir bei der Auswahl der am besten geeigneten Form, des Designs und der Materialien. Ich denke, dies trägt definitiv dazu bei, dass die Zahl der Kunden schnell wächst“, sagt Gvidas Krolis.

Entwickelt mit einer einzigartigen Technologie

In ein paar Monaten wird das Unternehmen mit der Produktion von Beutel aus einem völlig neuen Material beginnen, das es gemeinsam mit Forschern der Technischen Universität Kaunas (KTU) entwickelt hat.

Wir haben eine Maschine und eine Technologie entwickelt, mit der Beutel aus gebrauchten PET-Flaschen hergestellt werden können. Wir sind die ersten in der Welt, die eine solche Technologie einsetzen. Wir haben bereits mit der Produktion begonnen und testen Ausrüstung, Materialien und die Beutel selbst Wenn wir die Beutel in vollem Umfang auf den Markt bringen, wird sich unsere Kapazität deutlich erhöhen, und wir werden in der Lage sein, wiederverwendbare Beutel aus 100 % recycelten Materialien anzubieten“, erklärt Marius Rumbinas, Mitinhaber des Unternehmens.

Sobald die Plastikflaschen gesammelt sind, werden sie geschreddert, zu einem Vliesstoff verarbeitet, bedruckt und automatisch zu einer Beutel verarbeitet. In Asien kann eine solche Beutel auch von den Chinesen aus einem Vliesstoff hergestellt werden, allerdings nur mit einer einfachen Methode aus Nadel und Faden; „Bagfactory“ hat bereits einen Prototyp entwickelt und bereitet sich auf die Massenproduktion vor. So kann das litauische Unternehmen bereits wiederverwendbare Beutel aus diesem homogenen Vliesstoff aus 100 % recycelten Flaschen formen und herstellen.

Das Unternehmen wächst schnell

Das Jahr 2020 war ein besonders gutes Jahr für „Bagfactory“. Während das Unternehmen 2019 10 Millionen Beutel produzierte, stieg diese Zahl deutlich an, und im darauffolgenden Jahr stellte das Unternehmen 35 Millionen Beutel her. Nach Angaben der Führungskräfte zählen zu ihren Kunden diejenigen, die bis zu einer halben Million Beutel bestellen, und diejenigen, die etwa fünftausend davon bestellen.

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